Veränderung braucht einen Ort.
Nach dem Leipziger Vorbild entstehen in immer mehr Städten RealLabore für den Haltungswandel im Bildungssystem. Orte für neues Lernen, gelebten Wandel und echte Begegnung.
Jedes RealLabor entwickelt sich auf seine eigene Weise.
Es gibt keinen festen Bauplan und keine Checkliste, die abgearbeitet werden muss. Jeder Standort wächst aus den Menschen, den Möglichkeiten und den Bedarfen vor Ort.
Deshalb beginnt ein neues RealLabor immer mit einer einfachen Frage:
Was braucht es an diesem Ort, damit Menschen sich begegnen und gemeinsam Schule und Bildung gestalten können?
Die Antwort darauf fällt überall unterschiedlich aus.
Und genau das macht die Gemeinschaft der RealLabore so lebendig.
Andere Standorte kennenlernen.
Realer Ort.
RealLabore für den Haltungswandel im Bildungssystem sind offene inspirierende wohnzimmerartige Begegnungsorte inmitten von Innenstädten. Hier treffen sich Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft, um für die Transformation in Schule und Gesellschaft einzutreten, sich gegenseitig zu unterstützen und Antworten zu finden: „Wie setzen wir Konzepte im eigenen Umfeld oder an der eigenen Schule um?“, „Wie überwinden wir Widerstände gemeinsam?“, „Welche Praxisbeispiele gibt es schon?“, „Wie verbinde ich mich mit anderen Menschen?“ u.v.m.
Reale Menschen.
Spartenübergreifend werden Vertrauen, Mut, Liebe, Wissen, Kreativität, Netzwerke und Erfahrungsschätze geteilt. RealLabore befördern das Aufbrechen der traditionellen strikten Trennung zwischen Schulwelt mit Lehrer:innen und Schüler:innen und unserer tatsächlichen Lebenswelt. In allen Bereichen der Gesellschaft, ob Architektur, Politik, Wissenschaft oder Kunst – in Stadt und Land – gibt es die offenen großen Fragen zu Sinnkrise, Klimakrise, sozialer Krise, Wissenserwerb in einer digitalisierten Welt uvm.
Es kann auch in Schulen keine vorbereiteten linearen Lösungen mehr geben. Mit Kreativität und Fehler-Mut müssen heute Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen nach agilen Lösungen suchen: Überall! Dazu regen RealLabore an.
Reale Lösungen.
Reallaborant:innen verstehen sich als Lobbyisten für Kinder und Jugendliche. Privat und schulisch sind Kinder oft extremen Überforderungen ausgesetzt durch andauernde Krisen, Armut, Druck, digitale Vereinnahmung, Einsamkeit, Mobbing und den Mangel an Fürsorge-Formaten im System Schule. Kinder sind kluge, ehrliche und empathische Menschen. Sie müssen spüren, dass sie etwas bewirken können. Erwachsene müssen unbedingt diese Gelegenheiten schaffen.

